Zu Besuch im Hohen Haus

Wie steht es um die Barrierefreiheit in einer der wichtigsten Institutionen dieses Landes? Davon durfte sich eine Fokus Mensch Delegation selbst überzeugen. Das Gebäude des österreichischen Parlaments wurde vom Keller bis zum Dach saniert, restauriert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Nach rund zehn Jahren Projektlaufzeit und fünf Jahren Renovierungsarbeit eröffnete das Parlament Anfang des Vorjahres wieder seine Pforten für den parlamentarischen Betrieb und für Besichtigungen.

„Alle Bereiche des Parlamentsgebäudes sind barrierefrei erreichbar. Sie sind herzlich willkommen, unabhängig davon, ob Sie akustische oder visuelle Informationen benötigen, ob Sie einen Assistenzhund mit sich führen, im Rollstuhl oder mit einer Gehhilfe unterwegs sind. Auch das Demokratikum – Erlebnis Parlament mit seinen interaktiven Stationen – können Sie mit Hilfe technischer Unterstützung erkunden. Der Ausstellungsbereich verfügt über eine taktile Orientierungsstation und eine induktive Höranlage beim Infopoint. Unsere Mitarbeiter:innen sind speziell im Umgang mit Menschen mit Behinderung geschult und helfen gerne!“ So der Hinweis auf der Website des Parlaments, die übrigens auch in Einfacher und Leichter Sprache abrufbar ist.

Ein historisches, denkmalgeschütztes Gebäude auf den neuesten technischen Stand zu bringen und möglichst umfassend den Ansprüchen an Barrierefreiheit gerecht zu werden, war kein einfaches Unterfangen, wie uns im Rahmen einer Führung versichert wurde. Dass dieser Spagat dennoch gut geglückt ist, veranschaulichen die Bildimpressionen weiter untenstehend.

Im Anschluss an die Führung durften wir mit Nationalrats-Abgeordneten Elisabeth Feichtinger offene Fragen diskutieren. Als

Im Anschluss an die Führung durften wir mit Nationalrats-Abgeordneten Elisabeth Feichtinger offene Fragen diskutieren. Neben Themen Agrar- und Forstwirtschaft liegen ihr Freiwilligen- und Einsatzorganisationen sowie Gesundheit und Soziales am Herzen. So brachte sie etwa mehrmalig den Antrag „Weiterführung der Betreuung von Care Leaver nach dem 18. Lebensjahr unter besonderer Berücksichtigung der Situation in Pflegefamilien“ in die Parlamentsdiskussion ein.

Es war nicht nur ein sehr interessanter und lehrreicher Informationsbesuch, der Einblicke in ein barrierefrei adaptiertes historisches Gebäude gewährte, sondern er eröffnete auch neue Sichtweisen zur Arbeit einer Parlamentarierin.